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Die Pflegeversicherung

Die Pflegestärkungsgesetze 

Seit dem 01.01.2017 wurden die bisherigen Pflegestufen durch die fünf neuen Pflegegrade ersetzt. Was das genau bedeutet, inwieweit dies unsere Kunden betrifft und welche Produktlösungen zu empfehlen sind, werden wir im Folgenden etwas näher erläutern.

Hintergrundinformationen zur Pflegeversicherung 

Die Pflegeversicherung gehört zur Gruppe der Sozialversicherungen und sichert das Risiko der Pflegebedürftigkeit ab. Falls der Versicherungsfall Pflegebedürftigkeit eintritt, tätigt der Versicherer vor allem Geldleistungen zur (Teil-)Finanzierung der Pflege. Für viele ist die Pflegeversicherung ein unangenehmes und häufig verdrängtes Thema. Zwar hat fast jeder in Deutschland die gesetzlich vorgeschriebene Pflege-Pflichtversicherung, deren Leistung ist aber fast immer ungenügend, so dass in der Regel vorhandenes Vermögen aufgezehrt wird. Ein detailliertes Befassen mit der Thematik und die Suche nach besseren Deckungskonzepten passiert meist zu spät oder wenn persönliche Erfahrungen dazu gemacht werden, wie Pflegefälle im sozialen Umfeld oder Ähnliches. Dabei ist es wichtig sich frühzeitig damit auseinander zu setzen, denn in Deutschland sind bereits etwa 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig – Tendenz steigend. Laut einer Hochrechnung des statistischen Bundesamtes wird sich in den nächsten 20 Jahren der Anteil der Pflegebedürftigen verdoppeln, bis 2050 wird er sich sogar fast verdreifachen, was insbesondere an der steigenden Lebenserwartung liegt. Es besteht somit Handlungsbedarf.

Die Inhalte der Pflegereform 

Mit der neuen Pflegereform wurde das alte System der Pflegeeinstufungen abgeschafft. Durch die fünf neuen Pflegegrade soll es vor allem den über 1,5 Millionen Demenzkranken ermöglicht werden, von umfangreicheren Leistungen der Pflegeversicherung zu profitieren. Bisher wurde bei der Einstufung vor allem auf körperliche Einschränkungen geachtet, wodurch Demenz- und Alzheimerkranke, die körperlich weitestgehend gesund waren, benachteiligt wurden.

Alle Leistungsempfänger der Pflegeversicherung werden den jeweiligen Pflegegraden 1-5 zugeordnet und erhalten ihrem Grad entsprechend Leistungen. Dabei gilt je schwerwiegender der Gutachter den Einzelfall betrachtet, desto höher wird die Grad-Einstufung und werden somit auch die zu empfangenden Leistungen. Hierbei ist zu beachten, dass bereits anerkannte Pflegefälle nicht noch einmal begutachtet werden müssen, sondern in den Pflegegraden 2-5 eingeteilt werden.

Was bedeutet das für unsere Kunden? 

Durch die neue Pflegereform hat sich nicht nur das Einstufungssystem geändert, sondern auch die Geldbeträge. Pflegefälle erhalten nun in allen Bereichen entweder dieselben Leistungen wie zuvor, oder eine Erhöhung der monetären Leistungen. Dies ist vor allem bei Personen mit geistigen Einschränkungen der Fall, bei denen

die Regel „+2“ eintritt, d.h. dass sie von Pflegegrad 1 auf 3 hochgestuft werden. Ein Beispielbereich für die Erhöhung der Leistungen sind die sogenannten „Pflege-WGs“, die mittlerweile mit 214,00€ statt 205,00€ pro Monat unterstützt werden. Auch Kunden, die eine ehrenamtliche Pflegetätigkeit in ihrem sozialen Umfeld ausüben, profitieren von dem neuen Gesetz. Künftig wird es möglich sein nach dem Ende der Pflegetätigkeit, Arbeitslosengeld zu beantragen und Leistungen der Arbeitsförderung zu beziehen.

Wir als Versicherungsmakler-Unternehmen bieten ein völlig neues Konzept bzgl. der Pflegeversicherung – die Pflegezusatzversicherung. Sie eignet sich für jeden, der sich selbst und seine nächsten Angehörigen vor den finanziellen Folgen im Falle einer Pflegebedürftigkeit schützen möchte.

Folgende Varianten sind versicherbar:

Pflegetagegeld 

Hierbei wird eine feste Summe vereinbart, die der Patient zur freien Verfügung hat und über deren Nutzung er selbst entscheidet. Die Höhe der Geldleistungen richtet sich nach derPflegebedürftigkeit (Pflegegrad).

Pflegekostenversicherung 

Die Pflegekostenversicherung erhöht die gesetzlichen Leistungen um einen beim Vertragsabschluss festgelegten Zinssatz. Diese feste Bindung kann vor-, aber auch nachteilig sein, denn bei geringen Leistungen der gesetzlichen Kassen zahlt auch der Privatversicherer wenig. Andere Tarife übernehmen die Restkosten bis zu einer Höchstgrenze. Sind die Kosten dann immer noch nicht gedeckt, muss der Versicherte aus eigener Tasche zahlen. Die Leistungen sind zweckgebunden, d.h. ein Nachweis (z.B. durch Rechnungen eines Heimes) muss erfolgen.

Pflegerente 

Bei der Pflegerente zahlt der Versicherer eine vereinbarte Monatsrente, die in Abhängigkeit von der Pflegebedürftigkeit abgestuft ist. Die Zahlung der Pflegerente ist unabhängig von den tatsächlichen Aufwendungen sowie dem Pflegeort und der Pflegekraft, weshalb auch keine Kostennachweise erforderlich sind. Das Risiko der Pflegebedürftigkeit wird durch eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung abgesichert. Die Pflegerentenversicherung bietet eine Überschussbeteiligung an, d.h. entstehen aufgrund der positiven Entwicklung des versicherungstechnischen Risikos oder der Kapitalanlagen Überschüsse, so profitiert der Versicherungsnehmer i.d.R. durch eine höhere tatsächliche Pflegerente als der bereits garantierten oder eine Beitragssenkung.

Bei der Prämienberechnung wird insbesondere die Höhe der Absicherung, das Eintrittsalter sowie der Gesundheitszustand bei Abschluss des Vertrages berücksichtigt.

Fazit 

Abschließend kann man festhalten, dass ein rechtzeitiger Abschluss einer Pflegezusatzversicherung in Zeiten des demographischen Wandels von großem Nutzen sein kann und eine lückenlose Pflegekostendeckung sicherstellen kann.

Alle weiteren Informationen rund um die neuen Pflegestärkungsgesetze sowie eine detaillierte Auflistung der neuen Leistungen können auf www.wir-stärken-die-pflege.de nachgeschlagen werden oder informieren Sie sich HIER auf unserer Themenseite.

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